Leyla Piedayesh im Interview

#madeforme Thema: Fashion Week & Design Accessoire

Mit “Lala Berlin” betreibt Leyla eines der erfolgreichsten Modelabels Deutschlands. Die Arbeit ist ihre Leidenschaft, die täglich neue Herausforderungen mit sich bringt. Im Zuge von #madeforme wird Leyla für John Frieda ein individuelles It-Piece designen.

1. Du besitzt mit "Lala Berlin" eines der bekanntesten und erfolgreichsten Labels aus Deutschland. Angefangen hat alles mit deinen Strick-Pieces. Wann hast du beschlossen, das Label zu gründen? Gab es einen Magic Moment?

Eigentlich bin ich da einfach reingerutscht. Als ich mit dem Handstricken angefangen und bunt geringelte Schals, Pulswärmer und Mützen auf meiner Couch gestrickt habe, fanden alle meine Freunde die Sachen super. Da kam dann die Idee, und im Laufe der Zeit hat es sich entwickelt. Es gab immer nur das Jetzt für mich. Ich habe nie gesagt, es wird ein Unternehmen oder so. Es war eher ein organisches Wachstum und "Lala Berlin" ist aus der Natur heraus gewachsen.

2. Mittlerweile bist du eine erfolgreiche Business-Woman mit weltweit über 250 Stores. Wenn du zurückblickst – was waren die großen Milestone auf der Reise deines Labels?

Bevor es überhaupt "Lala Berlin" hieß, hatte ich eine Veröffentlichung in einem Magazin und da kam die Frage, wie denn mein Label heißt. In diesem Moment entstand der Name. Er setzt sich aus meinem früheren Spitznamen (Lala) und Berlin zusammen. Ein besonderer Moment war definitiv auch, als ich einmal im Flieger saß, ein Magazin durchblätterte und ein Bild sah, auf dem Claudia Schiffer in London beim Shoppen einen lala-Berlin-Pullover anhatte. Ein Milestone im Design war sicherlich der Erfolg der Triangle-Tücher, die wir auch immer noch machen und weltweit verkaufen. Dann kam die erste Fashion Week in Berlin und so nahm alles seinen Lauf.

 3. Du bist als Designerin für den Stil von "Lala Berlin" verantwortlich. Wie würdest du die Lala-Berlin-Frau beschreiben bzw. wie hat sie sich über die Jahre entwickelt?

Einen klassischen Frauentyp in der Form gibt es nicht mehr. Die Kundin kann 15 oder 78 sein, weil wir in einer Generation leben, in der das Alter mehr und mehr schwindet und wir in einem neuen Rhythmus der Modernität leben. Zwischen Jung und Alt ist nicht mehr so eine typische Lücke, zumindest augenscheinlich nicht bei der modernen Frau, die auch mit mir gewachsen ist.Die moderne Frau trägt Minirock, aber auch mal einen Anzug oder einen strengen Rolli – sie trägt also einfach das, was  ihr Freude macht. Ich finde toll, dass lala- Berlin-Kundinnen unterschiedlichen Alters sind, denn das sind die Frauen in meinem Leben auch.

 4. Deine Shows, Präsentationen und Lookbooks sind auch trendgebend für Beauty-Stylings. Welche Rolle spielt Hair-Styling und wie entwickelst du diese jeweils?

Ich mag sehr gerne natürliches Hairstyling. Das Styling soll den Look unterstreichen und ergänzen. Wir hatten auch schon ein paar Shows, in denen es ein sehr artifizielles Styling gab, aber der Look muss vor allem zum jeweiligen Konzept passen. Wir hatten auch mal eklektische Akzente wie eine orange Wimper, arbeiten aber sonst eher natürlich und tragbar. Weniger ist mehr.

 5. Haare sind ja auch ein Teil des gesamten Looks. Was macht das mit dir, wenn dein Hairstyle zu 100 Prozent perfekt sitzt?

Im Gegensatz zu dem Styling meiner Shows ist mein persönlicher Look sehr streng. Ich habe ja natürlich richtige Hippie-Locken, doch im Alltag bin ich eher praktisch orientiert, alles muss aus dem Gesicht raus. Ich mag es, meine Haare nach hinten zu einem Zopf zu binden, so kommt auch mein eher kleines Gesicht besser zur Geltung. Ansonsten lasse ich das Label für mich sprechen.

 6. Würdest du dein Haar als anspruchsvoll beschreiben? Und was liebst du an deinen Haaren am meisten?

Ich mag, dass sie immer noch so gesund aussehen und dass sie immer noch eine intensive Farbe haben und ich daher nicht färben muss. Meine Locken mochte ich am liebsten mit 18 Jahren, da hatte ich so richtig lange Schillerlocken. Aber ich habe viel ausprobiert: Ich hatte auch mal ganz kurze Haare, einen Bubikopf und auch einen 20er Jahre-Bob. Jetzt bin ich bei meiner Frisur angekommen.

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